- Dienstag
Warum Wissen allein nicht reicht: Der Weg in ein zufriedenes Leben ohne Alkohol
- Vlada Mättig
- Cravings
- 0 comments
Kennst du diese Momente? Es ist Anfang Januar. Du sitzt vielleicht gerade zum Feierabend auf deiner Couch, gehst spazieren oder genießt einen seltenen, stillen Moment in deinem sonst so durchgetakteten Alltag. Und wie so oft hast du dir fest vorgenommen: „Ab jetzt trinke ich wirklich nichts mehr.“
Vielleicht hast du dich dieses Mal besonders gut auf dieses Vorhaben vorbereitet. Du bist erfolgreich, intelligent und gewohnt, Probleme durch Analyse und Disziplin zu lösen. Doch statt der erhofften Erleichterung spürst du Anspannung im gesamten Körper und eine drückende Enge in deiner Brust. Einen inneren Widerstand, der mit jedem alkoholfreien Tag wächst. Ich möchte dir heute etwas sagen, das dich vielleicht überraschen wird: Das es dir schwer fällt auf Alkohol zu verzichten liegt nicht daran, dass du es nicht genug willst. Es liegt daran, dass dein System in diesem Moment etwas ganz anderes braucht als noch mehr Wissen oder gute Vorsätze. In meiner Arbeit treffe ich täglich Frauen, die kognitiv alles verstanden haben. Sie haben unzählige Podcasts gehört, die gesamte Literatur über Nüchternheit im Regal und ihre Mechanismen längst durchschaut. Auf der Ebene des Verstandes sind sie Expertinnen für ihr eigenes Problem.
Und dennoch: In dem Moment, in dem das Craving – dieses massive Verlangen – auftaucht, ist all das Wissen wie weggewischt. Die darauffolgende Scham ist schier unerträglich. „Warum schaffe ich es nicht, obwohl ich doch alles weiß?“ Der Grund ist einfach: Ein Craving ist keine Fehlfunktion deines Charakters, sondern eine Reaktion deines Nervensystems.
Alkohol ist keine schlechte Angewohnheit - er ist eine Strategie deines Körpers
Trinken ist eine erlernte Bewältigungsstrategie. Wenn du dich sicher, verbunden und innerlich ruhig fühlst, ist dein „logisches Gehirn“ – der präfrontale Cortex – aktiv. In diesem Zustand ist das „Nein“ zum Wein leicht. Doch sobald Stress, Einsamkeit oder Überforderung auftreten, übernimmt das limbische System. Dein Körper registriert Gefahr. Der Autopilot springt an und greift nach dem Werkzeug, das früher zuverlässig für Entspannung gesorgt hat.
Eine meiner Klientinnen steckte in einer zerstörerischen Beziehungsdynamik. Sie hatte ihre Grenzen verloren und ihren Fokus zu 100 % auf das Außen gerichtet. Sie spürte sich selbst nicht mehr – sie hatte das Gefühl, völlig entwurzelt zu sein. In diesem Zustand wurde der Alkohol zu ihrem einzigen Anker. Im Mentoring haben wir nicht zuerst über den Wein gesprochen. Wir haben daran gearbeitet, dass sie sich selbst wieder als eigenständige Person wahrnimmt. Wir haben die Craving-Situationen im Detail auseinander genommen: Welches Gefühl lag darunter? Es ging nie um den Alkohol an sich. Es ging um die fehlende innere Verbindung.
Wahre Veränderung geschieht, wenn du lernst, die Spannung in deinem Körper frühzeitig wahrzunehmen. Wenn du die Gefühle erkennst, bevor sie zum wütenden Tornado werden. Wenn du deinem Körper Sicherheit signalisieren kannst – ganz ohne Alkohol.
Mein Impuls für dich: Möchtest du regelmäßig Unterstützung dabei, dein Trinken besser zu verstehen und erste Schritte auf dem Weg in die Nüchternheit direkt in dein E - Mail Postfach erhalten? Melde dich hier für meinen Newsletter an und erhalte wertvolle Impulse direkt in dein Postfach.
Ganzheitliche Begleitung: Wenn die Lösung "Alkohol" hinfällig wird
Wahre Freiheit bedeutet, dass der Alkohol irgendwann automatisch wegfällt – nicht weil du ihn dir streng verbieten musst, sondern weil er schlichtweg nicht mehr gebraucht wird. Der Wunsch nach einem alkoholfreien Leben ist nie oberflächlich, sondern ein tiefer Ruf nach innerer Freiheit und Selbstbestimmung. Viele Frauen kommen mit einem starken Verstand, aber einer schwachen Verbindung zu ihrem Körper zu mir. Genau deshalb arbeite ich in meiner Einzelbegleitung immer ganzheitlich:
Psychologisch, um die neurobiologischen Abläufe und Muster sichtbar zu machen.
Körperlich & Energetisch, um Regulation und ein stabiles Nervensystem aufzubauen.
Yogisch & Meditativ, um durch Atem und Bewegung wieder Zugang zur inneren Lebenskraft zu finden.
Das Ziel ist kein Kampf gegen den Alkohol, sondern ein Zustand, in dem du ihn emotional und körperlich nicht mehr brauchst, weil du wieder Zugang zu dir selbst hast. Wenn du merkst, dass du schon so viel weißt, aber am entscheidenden Punkt nicht weiterkommst, dann lade ich dich ein, diesen Weg mit Unterstützung zu gehen:
Mein Einzelmentoring (1:1): Hier arbeiten wir intensiv und individuell an deiner inneren Realität. Wir entschlüsseln deine Trigger und trainieren dein Nervensystem. Ich nehme jeden Monat nur 3 Klientinnen auf, um diese Tiefe zu garantieren. Du kannst deine Begleitung hier direkt buchen.
Ich freue mich darauf, dich zurück in deine Kraft zu begleiten – ohne Druck, ohne Überforderung, sondern mit echter Tiefe.